06.03.2018

Auszubildende in der Pflege präsentieren ihre Arbeit im Saarbasar

Monika Bachmann, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie hat den Monat März 2018 zum „Monat der Pflegeberufe“ ausgerufen und alle Auszubildenden in den Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens eingeladen, in besonderen Aktionen für Pflegeberufe zu werben.

 

Die Auszubildenden des Caritas SeniorenZentrum St. Barbarahöhe haben gemeinsam mit ihren Verantwortlichen diesen „Auftrag“ der Ministerin wörtlich genommen und haben sich unter dem Motto „cts-Helfer-Helden“ auf den Marktplatz unserer Zeit – das Einkaufszentrum Saarbasar in Saarbrücken – gestellt und für ihren angestrebten Beruf geworben.

 

Zusammen mit Mitarbeiter aus Pflege, Sozialer Begleitung und der Leitung des Caritas SeniorenZentrums St. Barbarahöhe haben die Auszubildenden einen ganzen Tag an einem Stand mit Bildern, Videos und persönlichen Gesprächen über ihre Ausbildung in der Altenpflege informiert.

 

Menschen jeden Alters konnten so im persönlichen Gespräch viele Informationen erhalten. Wer darüber hinaus am eigenen Leib erfahren wollte, wie sich das Alter anfühlt, durfte den Alterssimulationsanzug "GERT" anziehen. Zu diesem Anzug gehören eine Brille, Kopfhörer und diverser Gewichte an Rumpf, Armen und Beinen. Das Ganze hat ein Gewicht von circa 20 kg und simuliert ein Alter, das um rund 40 Jahre über dem eigenen liegt.

 

Als ein junger Mann, der sich für die Ausbildung interessierte, mit Hilfe der Auszubildenden den Alterssimulator anzog und einen Rundgang machte, kam die spontane Reaktion: „Zukünftig werde ich noch mehr Rücksicht auf die älteren Menschen nehmen, beispielsweise beim Einsteigen in Bus oder Bahn.“

 

Laura Letter (17, Auszubildende): „Als wir mit dem Altersanzug unsere Flyer verteilten, sprach mich eine Frau an und erzählte mir, dass sie die St. Barbarahöhe gut kenne. Ihre Eltern hätten vor ein paar Jahren bei uns gelebt. Sie war gerne zu Besuch gekommen und hatte sich immer sehr wohl gefühlt!“ 

 

Um die Mittagszeit kam Frau Stabel-Franz, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zu besucht. Sie wollte sich vor Ort selbst ein Bild von dieser originellen Aktion machen. Sie lobte das Engagement und wünschte den Auszubildenden weiterhin viel Erfolg für die Aktion und die Ausbildung.

 

Im Laufe des Tages kamen viele junge Menschen, die sich zum Thema Ausbildung beraten ließen. Ein Mann mittleren Alters, der mit seinem Kleinkind im Einkaufswagen stehen blieb, erzählte zum Beispiel, dass er gerne die Ausbildung zur Pflegefachkraft machen möchte, da er sich in seinem Beruf als Verkäufer nicht mehr wohl fühle.

 

Viele ältere Menschen waren am Stand stehen geblieben, sie sahen sich die Bilder und den Film an. In Gesprächen zeigten sie viel Interesse an der Arbeit der Pflegenden und der Einrichtung. Einige befassten sich schon länger mit der Frage, wie geht es weiter, wenn es zu Hause nicht klappt. Sie waren sehr froh über die Beratung und haben sich die Informationsmaterialien mitgenommen.

 

Tamara Felt (22 Jahre) hatte ein sehr positives Erlebnis als sie von einem älteren Mann angesprochen wurde, der ihr sagte: „Ihr macht einen tollen Beruf. Bleibt nur dabei, das ist eine sehr wertvolle und wichtige Arbeit“

 

Diese Aktion war für die Auszubildenden und die Verantwortlichen eine gute Erfahrung. „Die Wertschätzung, die ihnen in ihren Gesprächen entgegengebracht wurde, war sehr schön und hat sie in ihrer Entscheidung für den Pflegeberuf noch bestärkt.“ Sagt Nicolina Breier (Praxisanleiterin)